Korfu

Stabkirche

Blumen

Elefant

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Mai 2004

 

korfu

Messonghi

Vom Flughafen in Korfu-Stadt (der eher ein Flughäfelchen ist) ging es per Bustransfer ins Hotel nach Messongi. Das Wetter war uns nicht zugetan: graue Wolken und gelegentlich auch Regen.
Die Hotelanlage (Messonghi Beach Holiday Ressort) war sehr schön und gepflegt – mit eigenem Strand, ein ziemlich großer Komplex und zum Glück zum Anfang der Saison noch relativ leer bzw. die meisten Nebengebäude noch geschlossen. Das Zimmer selber war recht einfach, aber sauber, doch leider ohne Meerblick.
Abendessen gab es als Buffet und das war richtig gut und wir auch richtig hungrig. Nach einem Verdauungsspaziergang am Strand haben wir es uns mit einem Glas Wein auf unserem Balkon gemütlich gemacht. Und festgestellt, daß im Dach über uns Fledermäuse wohnen, die nach Einbruch der Dunkelheit auf Jagd gehen.
Am nächsten Tag gab es eine Einführungsveranstaltung durch den Reiseveranstalter und wir konnten über diese auch ein Auto fürs Wochenende buchen, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden.
Danach machten wir uns auf zum Strand, doch leider hielt der Sonnenschein nicht lange an und mit Wind und Wolken wurde es uns zu ungemütlich. Deswegen sind wir dann zum Flußhafen in Messonghi spaziert. Haben anschließend in Moraitika ein paar Postkarten gekauft und geluncht.
Nach dem Abendessen sind wir in der hoteleigenen ‚Disco’ gewesen, haben Cocktails getrunken und der Vorführung – einer Show zu Musicals von A. L. Webber – zugesehen.

Korfu - Stadt

Nachdem am Donnerstag zum grauen Himmel auch noch Regen dazugekommen ist, haben wir uns entschieden nach Korfu-Stadt zu fahren. Eine Idee, die außer uns noch viele andere hatten, dementsprechend voll war auch der Bus.
Als erstes suchten wir den englischen Friedhof auf, da unser Reiseführer uns dort Orchideen versprach, davon haben wir aber nur vereinzelte blühende Exemplare gefunden und nasse Füße bekommen.
Deswegen haben wir auch als nächsten den trockensten Platz dieser Insel – zumindest bei diesem Wetter – besucht: das archäologische Museum. Hier wird die Luftfeuchtigkeit per Technik auf niedrigem Niveau gehalten. Und wir haben einen Einblick in die Geschichte Korfus erhalten.
Aber wir waren anschließend müde und haben ein Cafe an den Espanades aufgesucht und unter den Arkaden sitzend Kaffee getrunken.
Als nächste haben wir die alte Festung erkundet und dort den höchsten Punkt erklommen. Belohnt wurden wir mit einem tollen Blick auf die Altstadt. Leider macht sich der graue Himmel auf den Photos nicht so gut.
Wir sind dann noch etwas durch die Altstadt gebummelt, aber da der Regen wieder zugenommen hat, haben wir uns zu einer vorzeitigen Heimfahrt entschlossen.

Süden

Nach dem Frühstück haben wir unser Auto, einen Fiat Siecento, in Besitz genommen. Auch das Wetter für unseren Ausflug ist heute schön – Hurra es gibt die Sonne noch.
Also ab in den Süden – unsere erste Station war Lefkimmi: Dort haben wir den idyllischen Flußhafen angeschaut und haben es uns dann mit einem Eis auf der Brücke in der Sonne gemütlich gemacht.
Als nächstes auf unserem Weg zum Südkap sind wir durch Kavos gekommen, daß auch untertags erahnen läßt, daß es abends mit vielen besoffenen Touris kein angenehmer Platz ist. Doch das Südkap sowie das verfallene Kloster, das dort stehen soll haben wir nicht gefunden. Dafür haben wir eine schöne Wanderung durch Olivenhaine gemacht mit vielen Blumen und Schmetterlingen und sind auch einer Schlange begegnet.
Abgerundet haben wir den Tag mit einem Nachmittag am Strand von Agios Georgis: Sand, Sonne, Meer und eine leichte Brise, dazu sehr wenig Menschen – was will man mehr. Zum Baden war’s uns aber zu kalt, aber für einen Sonnenbad ausreichend.

Norden

Heute machen wir uns mit dem Auto nach Norden auf, um die weißen Klippen am Kap Drastis zu erkunden. Auf dem Weg dorthin besuchen wir eine Töpferei und eine Schnapsbrennerei (natürlich nicht ohne dort auch einzukaufen). Leider sind wir zur falschen Tageszeit an den Klippen, um sonnenbeschienene Bilder zu machen. Aber die schöne Wanderung zum Kap entschädigt uns dafür.
Weiter geht es entlang der Nordküste bis zur Abzweigung zum Pantokrator, der mit 906 m der höchste Punkt der Insel ist, und auf den eine Straße führt. Diese ist aber recht schmal und abenteuerlich. Bis wir oben sind ist es vorbei mit dem Sonnenschein und wir sind in Wolken gehüllt, somit ist es nichts mit einem Blick ins Land. Wir besichtigen die Klosterkirche aus dem 17. Jahrhundert und besuchen den Klosterladen. Dann fahren wir wieder, den es ist windig und kalt, und außer einem häßlichen Antennenmast gibt es nichts mehr zu sehen. Auf dem Runterweg kommen wir doch noch zu manchem schönen Blick (und Bild).
Unser nächstes Ziel ist Kassiopi, eine Hafenstadt im Nordwesten. Von hier kann man nach Albanien übersetzen und auch seine Küste sehen. Nachdem wir außerhalb der Stadt unser Auto abgestellt haben, „besichtigen“ wir zuerst die Ruine der ehemaligen Burg – hier sind nur noch die Außenmauren erhalten, im Innere weiden Ziegen. Wir machen einen Rundgang entlang der Mauern und gehen dann hinunter zum Hafen, wo wir uns einen Kaffee genehmigen; danach bummeln wir noch etwas durch die Gassen der Stadt und machen uns dann müde und hungrig auf nach Hause.

Westen

Heute morgen nur grauer Himmel und vereinzelt ein paar Tropfen Regen. Gut, daß wir auch für heute wieder einen Ausflug geplant haben.
Als erstes führt uns unser Weg zum Achilleon, einem Schloß daß schon Kaiserin Elisabeth (Sissi) und Wilhelm II als Sommerresidenz diente. Benannt ist das Schloß nach den beiden Achillesstatuen – der sterbende und der siegreiche Achill – die im Schloßpark stehen. Teile des Schlosses und des Parks sind der Öffentlichkeit zugänglich, und wir haben sie natürlich besichtigt.
Danach ging es mit dem Auto weiter zur Nordwestküste nach Paleokastritsa. Dort wollten wir vor allem das Kloster Panagia Theotokou anschauen. Da aber auch hier über Mittag Siesta herrscht, haben wir erst einmal die Bucht bewundert und sind dann Essen gegangen. Frisch gestärkt nahmen wir dann den „Aufstieg“ zum Kloster auf uns, in das wir nach kurzer Wartezeit auch eingelassen wurden. Ein wirklich schmuckes Kloster mit Laubengang und vielen Blumen. Im Klostergarten sind auch Pfaue zu bewundern, leider tut uns keiner den Gefallen, ein Rad zu schlagen.
Anschließend fahren wir noch die Serpentinenstraße nach Lakones hoch, um von hier eine tolle Aussicht über Bucht und Kloster zu haben.
Zurück geht’s es an der Westküste entlang bis nach Pelekas. Hier hat schon Wilhelm II gern den Sonnenuntergang betrachtet, weswegen dieser Fels auch Kaisers Throne heißt. Bis zum Sonnenuntergang können wir leider nicht bleiben – das Buffet ist doch zu gut, um drauf zu verzichten – aber wir genießen den Blick ins Land trotzdem.

Messonghi

Unsere letzten beide Tage verbringen wir hauptsächlich am Strand. Das Wetter hat sich auch besonnen und festgestellt, daß ja eigentlich Frühsommer ist und deswegen auch Sonne angebracht wäre. Ich habe es auch geschafft einmal ins Wasser zu gehen, lang konnte man es aber noch nicht aushalten.
Außerdem erledigten wir noch ein paar Einkäufe im Dorf, diverse Mitbringsel wollen ja auch erworben werden und essen nochmals in unserem Lieblingsrestaurant, selbstverständlich mit griechischem Mocca zum Verdauen.
Ja und abends holt uns dann der Bus wieder ab und bringt uns nach Korfu-Stadt zum Flughafen, von wo aus wir die Heimreise antreten. Als wir in Stuttgart ankommen, ist es schon beinahe Mitternacht, und wir sind froh, als wir in Memmingen sind, denn wir sind doch beide ziemlich müde.

 

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