Faliraki
Unser Hotel – Lido Star – lag am südlichen Rand von Faliraki, und das war gut so; denn Faliraki gleicht eher dem Ballermann, und das ist nicht unsere Vorstellung von Urlaub. Bei uns dagegen war es angenehm ruhig. Wir hatten den Strand direkt vor der Tür und abends konnten wir auf der Hotelterrasse mit Blick aufs Meer essen. Den Strand nutzten wir ausgiebig, schließlich hatten wir traumhaftes Wetter. Und so verbrachten wir drei Tage nur am Strand – Lesen, Faulenzen und ab und zu eine Runde schwimmen – also das Richtige, um sich vom Arbeitsstreß zu erholen.
Rhodos-Stadt
An einem Tag hatten wir einen Ausflug nach Rhodosstadt geplant, schließlich wollten wir doch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel bewundern. Die Bushaltestelle hatten wir ja schon am ersten Tag gefunden, und so ging es mit dem Bus nach Rhodos. Dort angekommen, erkundeten wir zuerst den alten Hafen, an dem heute tolle Jachten ankern. Der Sage nach soll hier ja der Kollos von Rhodos gestanden haben. Die Wissenschaft vermutet aber, daß sein Standort mehr im Stadtinneren lag. Dorthin ging es auch für uns als nächstes: schon der Weg ins Innere der Altstadt durch das Thalassini-Tor war beeindruckend. Dann wandelten wir auf den Pfaden der Johanniter-Kreuzritter. Und wenn nicht so viele Touris unterwegs gewesen wären, könnte man sich hier in der Zeit zurückversetzt fühlen. Natürlich besuchten wir das archäologische Museum, das im ehemaligen neuen Hospital untergebracht ist, und wanderten anschließend die Ritterstraße hinauf zum Großmeisterpalast. Daß dieser wieder steht, ist den Italienern zu verdanken, nur das Innere ist nicht mehr zeitentsprechend, denn er wurde als Residenz für Mussolini hergerichtet. Trotzdem waren die vielen Bodenmosaike aus dem 14. + 15. Jahrhundert sehenswert und vor allem sehr gut erhalten. Auch eine Kopie der Lakaongruppe ist hier zu sehen – das Original stammt ja aus Rhodos, steht aber mittlerweile (wie so viele Kunstwerke) im Vatikan. Nach soviel Kultur waren wir erst mal müde und hungrig und suchten uns eine Taverne für unsere Mittagspause. Auf der Dachterrasse hatten wir einen schönen Blick auf die Süleyman-Moschee. Danach bummelten wir durch die Gäßchen der Altstadt mit ihren vielen Geschäften. Und ich konnte nicht umhin, Goldschmuck einzukaufen. Zurück wären wir ja gerne mit dem Boot gefahren, aber obwohl wir den ganzen Hafen absuchten, ließ sich nicht rauskriegen, von wo das Wassertaxi ablegt, und da haben wir wieder den Bus genommen. Der fuhr dafür über die Küstenroute zurück, so daß wir noch etwas sight-seeing mitbekamen.
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Lindos
Unsern nächsten Ausflug ging nach Lindos. Wir waren dafür extra früher aufgestanden als sonst und hatten auch Glück, daß der Bus nicht voll war, und wir einen Sitzplatz bekamen. So genießt man die Fahrt doch ganz anders. In Lindos waren außer uns etwa noch ein paar hundert Touristen, aber davor hatte uns unser Reiseführer schon gewarnt. Wir machten uns gleich auf den Weg zur Akropolis hinauf – vorbei an den vielen Deckchen-Verkäuferinnen. Die Akropolis ist von außen beeindruckender als von innen, vielleicht zerstören die vielen Menschen aber auch den Flair. Als wir wieder im Dorf unten waren, genossen wir einen Drink in der Captains House Bar, die in einem der schönen alten Kapitänshäuser untergebracht war. Danach bummelten wir durch die Gäßchen und besuchten viele Souvenirläden. Unser Mittagessen nahmen wir auf einer mit Weinlaub überdachten Dachterrasse ein, natürlich mit Blick auf die Akropolis. Anschließend bummelten wir durch die Gassen, die frei von Läden und damit auch von Touristen waren.
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Antony-Quinn-Bucht
Am vorletzten Tag war es leicht bewölkt, also genau das richtige Wetter für unsere kleine Wanderung zur Antony-Quinn-Bucht. Erst ging es direkt am Strand entlang bis zum FKK-Strand von Ladiko und danach auf engen und dornigen Pfaden erst auf- und dann abwärts – gut das wir ordentliche Schuhe an hatten, es war ganz und gar kein Badeschlappenweg. Die Bucht selber fanden wir nicht so wunderschön, aber doch photogen. Wenn sie von allen Seiten nur über dornige Wege zu erreichen wäre, wäre es dort sicher schöner (und leerer). Und so machten wir uns bald wieder auf den Rückweg.
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